Monday, January 07, 2008

2008-01-07 Rückblick auf Barcelona

27.12.2007

Stef: Es ist soooooo früh. Wir mussten heute um 03:30 aufstehen. Sibi ist aber schon um 00:58 aufgewacht und konnte nicht mehr einschlafen. Armer Schatz. Jetzt ist es 06:00 und wir müssen nur noch kurz auf den Flug warten.

Im Flugzeug gibt es Blaubeermuffins, die nach Erdbeeren schmecken. Vielleicht aber auch nicht. Man sagt ja, dass in der Höhe die Geschmacksnerven anders reagieren, weshalb der Tomatensaftkonsum im Flugzeug am höchsten ist. Wir trinken keinen. Macht das Sinn?

Sibi: Ich fühle mich wie Mr Henry aus "To say nothing of the dog", richtig time-lagged. Wenigstens bin ich so müde, dass ich gar nicht mehr aufgeregt bin. Trotzdem sind Zwischenlandungen doof.

Soooo.... was soll ich sagen? DAS WIRD WAS. Ich könnte die ganze Zeit lachen. Vielleicht nur, weil ich hundemüde bin. Wir sind nach einer halsbrecherischen Fahrt durch Barcelona mit 4 Leuten auf einer Dreierrückbank ohne Gurt lebendig angekommen, hatten keine Zeit zum Ausruhen und sind gleich wieder los. Wir sollen zu zweit auf einer alten, staubigen Matratze schlafen (160x140). Das Zimmer ist lauf und hell, immerhin ist es ja auch nur der Wohnzimmerflur. Ein eigenes Zimmer haben wir nicht. Im Bad gibt es keine Klobürste.

Wir waren in der City und da merkte man, dass Barcelona wirklich groß ist. Die Fahrt mit dem Bus war lang und man kam an vielen Geschäften vorbei. Shoppen kann man hier sicherlich toll.

Stef: Wir waren auf "La Rambla" und in dem angrenzenden "La Boqueria". In der Stadt ist alles weihnachtlich dekoriert, denn hier ist das Geschenkekaufen für den 06.01. noch nicht vorbei.

Sibi: Die ganzen Tapas, die wir abends gegessen haben, waren sehr lecker. Und ich habe das erste Mal seit fast 8 Jahren San Miguel-Bier getrunken.

Stef: Die Rückfahrt nutzten wir zum kurzen Schlafen. Aber so müde wir auch waren, einschlafen war später sehr schwierig.



Sibi am Zürcher Flughafen bei der Zwischenlandung. Die Schweiz ist einfach nur teuer. Und langweilig. Ne Skipiste im Flughafen wäre nett.

Gleich neben der Eingangstür: Ein Excalibur!


Nicht nur wir zwei freuen uns, in Barcelona zu sein.


28.12.2007

Stef: Wir waren heute in Montserrat, das etwa 60 km von Barcelona liegt.

Sibi: Es war erst etwas diesig, aber die Berge waren wunderschön. Die Fahrt war wegen der Serpentinen etwas AUFREGEND, aber der Ausblick hat abgelenkt.

Stef: Leider sind wir nicht die Strecke mit der Gondel hochgefahren, aber da hätten sich einige Leute beschwert.

Sibi: Wir waren in einer kalten Stadt. Das Kastell in Lleida war ganz nett und groß, aber leider zu. Ich hab mich mit Treppenlaufen warm gehalten.

Stef: Das war mit Sicherheit der hässlichste Ort Spaniens. Stimmung am Tiefpunkt, Essen schlecht, Stadt hatte den Charme einer DDR-Siedlung.



"Wär'n wir doch in Montserrat geblieben..."


Die Kathedrale in Montserrat.



Am Abgrund in Montserrat.


Sibi hält sich warm.

29.12.2007

Stef: Wir sind nach Vic gefahren, um die tolle Kathedrale zu sehen. Stattdessen haben wir uns nur kurz den Marktplatz mit umliegenden Gassen angesehen, weil José nervös war, aus einer 3m breiten Gasse mit 45°-Steigung abgeschleppt zu werden. Da hat gerade mal ein Fahrrad nebenher durchgepasst. Müssen starke Beine haben, die Abschlepper.

Sibi: Ja, die Gässchen waren wirklich schön. Wir haben auch ein Foto von einem jungen Bettler mit langen Haaren. Weiter ging es auf kurvigen Straßen. Helga ist etwas übel geworden. Das konnte ich dann auf der Rückfahrt nachvollziehen.

Stef: José fährt wie ein Irrer. Straßenschilder ignoriert er. Wenn eine Kurve mit 30 ausgeschildert ist, nimmt er sie mit 65. Die Todesfahrt ins Hobbitdorf Rupit hat sich aber wirklich gelohnt. Ein zugefrorenere Wasserfall mit Hängebrücke und kleine Steinhäuser an steilen Abhängen...

Sibi: Das war wirklich ein ganz tolles Dorf. Wie aus einem Disneyfilm, die Aussicht von den Terassen war fabelhaft. Ich hätte da gerne ein Haus für uns. Aber die gibt sicher keiner freiwillig her. Aber wieder mussten wir schnell weiter.

Stef: Wir wollten eigentlich ein Cafe con Leche dort trinken. Mama konnte sich wenigstens durchsetzen und einen 1,20m langen Butterkuchen kaufen. Auf dem Parkplatz haben wir dann das süße Anis-Gebäck verspeist. Nach dem Hobbitdorf und der Stärkung mit den Anis-Lembas sind wir wieder auf die Slalom-Piste. José hat uns angehalten, nach einer Brasseria Ausschau zu halten.

Sibi: In dem Restaurant gab es Lamm und Kaninchen, beides sehr gut. Nur der tote Fisch auf dem Vorspeisenteller hat den Gesamteindruck gestört.

Stef: Die Sardine haben wir dann abends am olympischen Hafen wieder getroffen, nur war sie um das 500-fache an Größe mutiert.

Aber zwischenzeitlich haben wir noch einen kleinen Verdauungspaziergang in Barcelona gemacht, vom Krankenhaus zur Sagrada Família und auch noch zur Casa Mila. Guter Marsch.

Sibi: Wir waren also am Hafen essen und da wir von dem Kenner Salvador eingeladen wurden, war das Essen sehr lecker. Es gab Garnelen und Muscheln und Salat und viel Wein. Stef hatte noch Paella und ich Lamm.

Stef: Unsere Essensreste haben dann zwei kleine schwarze Katzenkinder bekommen. Garnelenköpfe und Lammknorpel.




Der langhaarige Penner in Vic.


Auf dem Weg nach Hobbingen.


So fühlt man sich also als Kleinwüchsiger.


So ein schönes Krankenhaus haben wir in Hannover nicht. Wäre doch ein nettes Design für die MHH, oder?

Die ewige Baustelle von Barcelona. Und das noch bis 2026.


Essen im Zelt. Heizpilz und Wein haben uns etwas aufgewärmt.

30.12.2007

Stef: Heute waren wir allein in Barcelona unterwegs. Die anderen sind mal eben nach Frankreich, um Davids nichtverkaufte-CDs von der letzten Tour abzuholen. Wir sind alle übrigen Sehenswürdigkeiten abgelaufen, haben den "Zankapfel" gesehen, danach waren wir im Barri Gotic, dem unserer Meinung nach schönsten Teil Barcelonas. Im Innenhof des MFM haben wir unter Mandarinenbäumen Gitarrenklängen gelauscht, waren für 5 Euro pro Nase in der Kathedrale, die uns sehr gut gefallen hat, und haben uns alles in Ruhe angeschaut.

Sibi: Im Innenhof der Kathdrale gab es viele Gänse und ein pfeifendes Quietschen bzw. quietschendes Pfeifen. Das Chorgestühl in der Kathedrale war toll geschnitzt.

Bei Farggi haben wir dann noch sehr leckeren White Coffee mit Vanilleeis getrunken. Den würde ich auch jeden Tag zu Hause trinken wollen.

Stef: Mir würde zwar davon schlecht werden, aber mit hat er auch geschmeckt.



Gaudis Anteil am Zankapfel.


Wenn ich einen Laden hätte, wäre das wohl das Schaufenster.


Blaue Fenster. Sehr schön gotisch.
31.12.2007

Stef: Wir sind mal wieder sehr früh los, obwohl wir es anders abgesprochen hatten. Aber die Spanier halten es mit Sibi und mir und öffnen die Sachen zu humanen Zeiten (10h).

Sibi: Zuerst sind wir auf der Tibidabo. Die Heiligenbilder sahen wie Comics oder Computerspielgrafik vom Amiga aus. Es gab einen Vergnügungspark direkt neben der Kirche. Bienvenidos sind wir aber dort nicht. Für uns steht da nur "Empfang".

Stef: Vom Tibidabo mit seinem gleißenden Licht sind wir zum Parc Guell gefahren. Es war richtig voll, noch voller als die Palmen mit den vielen Sittichen/Papageien.
Wir sind mit einer Gondel (juchu, nur für mich!) auf den Montjuic gefahren, um dort 15 min vor der Unisex-Toilette, der einzigen auf dem ganzen Hügel, zu stehen.




Strahlender Himmel am Tibidabo.


Alle anderen sind willkommen, wir nur empfangen.


Wärmen gegen den Wind.


Schon wieder dieser Penner aus Vic.


Im sonnigen Parc Guell.

Sibi wird beim Brilleputzen gestört.


Eine Gaudi-Säule hinter mir.

Weil ja sonst niemand den kleinen Alex fotografiert.

Die restliche Reisegruppe.

1 Comments:

Anonymous Anonymous said...

Jetzt weiß ich, was Du meintest!

Das Hobbit-Dorf würde ich auch gerne mal sehen. Ach. Und überhaupt. Ich vermiss Euch!

12:34 AM  

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